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Wochenendtrip finnische Seenplatte

Hier endlich mal wieder eine Meldung aus dem Land der tausend Seen. Bislang haben wir davon nicht allzu viel kennen gelernt. So haben Cristina, Akos, Fernando, David und ich uns einen Kombi gemietet, die Rucksäcke mit ausreichend Essen und regendichter Kleidung gefüllt und uns auf den Weg zur finnischen Seenplatte und nach Karelien gemacht. Freitag morgen um acht ging es los. Ziel war das 550 km entfernte Koli. Ein kleines Nest mitten in einem der schönsten Nationalparks Finnlands. Landstrassenähnliche Wege fuehren über Lahi, Mikkeli, Kuopio und Joensuu in den Norden des Landes. Es geht vorbei an scheinbar endlosen Wäldern und Seen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt durchschnittlich bei 80 bis 100 km/h. Stress kommt hier bei Reisen nicht auf. Im Gegenteil, man muss sich allerhand Dinge einfallen lassen um die Zeit totzuschlagen. Man kann zum Beispiel finnisches Radio hören und ganz schnell feststellen, das man eigentlich nur die Zahlen und "guten Tag" versteht.: hier ein Beispiel für einen bekannten Song der doch glatt auf finnisch gesungen wird. Eine andere Möglichkeit sind LKW-mit-Neuwagen-zählen, die an den Ausfahrten zur russischen Grenze auf den Zoll warten oder Geschichtenerzähl-Staffellauf.

Fuer die erste Nacht war ein Stop in Joensuu geplant. Dieses Städtchen hat sich aber als wirklich öde erwiesen, so dass wir weiter fuhren bis zu unserem geplanten Ziel in Koli. Unser Hostel war jedoch nur für den Samstag gebucht. Und das war schon schwer genug. Im hohen Norden ist englisch nicht mehr so selbstverständlich wie in Helsinki. Unsere Hostelmama sprach nur finnisch. Akos wurde auserkoren erneut im Hostel anzurufen und nach einer Übernachtung am Freitag zu fragen. Klar - erstmal auf englisch probieren - aber dann doch ein paar finnische Brocken ausspucken: "Viisi henkilöä tänään" was soviel heisst wie "5 Personen heute". Hier das Tatvideo.

Nach Einbruch der Dunkelheit fanden wir mitten im Niemandsland endlich unsere Jugenherberge. Es war eine alte Schule mit alter rustikaler Einrichtung. Die Umgebung war Wald, Seen, Wald und Seen. Es war stockduster und man konnte millionen von Sternen und die Milchstrasse sehen. Es herrschte eine Stille, wie ich sie bisher noch nirgends gehört habe. Nichts war zu hören. Einfach nichts. Ein komisches Gefühl. Bis auf einen merkwürdigen Typen waren wir allein in diesem gruseligen Haus. Klar dass sich die Jungs nen Spaß draus machten uns Horrorstories zu erzählen. So wurde aus dem Alleinreisenden schnell ein Killer und das Klopfen des Regens in der Dachrinne waren die verstorbenen Seelen der Schüler... Der Spuk hielt bis in die Nacht an. Cris und ich wurden von Stimmen und Klopfgeräuschen aus dem Nachbarzimmer unterhalten.

Samstag morgen machten wir uns auf den Weg zu den Koli Bergen, die in den Wolken hingen. Bei gutem Wetter kann man hier mehrere Kilometer weit ueber die Seenplatte schauen. Aber wir wohnen schliesslich in Finnland und muessen uns mit dem Wetter arrangieren. Also, alles anziehen was regendicht ist – und wenn es Muellsäcke sind, die man wie einen Rock zum Schutz der Oberschenkel trägt – das erhöht auch gleich noch den Spassfaktor. Akos sah in meinem Poncho aus wie ein Hahn und Cris wie eine richtige Touristin.

Am Abend konnten wir uns dann in der Holzofen-Sauna aufwärmen. Herrlich!!! Viel angenehmer als unsere elektrische Sauna in unserem Wohnheim. Zum einen ist das Licht viel gemütlicher und zum anderen ist die Luft feuchter und angenehmer. Zum Abkühlen ging es raus an die frische Luft. Bis zum Schlafengehen war wiedermal Kartenspielen angesagt. Diesmal stand Texas Holdem' Poker auf dem Programm.

Am Sonntag haben wir uns nach einem gemütlichen Frühstück auf den Rueckweg gemacht. Diesmal nahmen wir eine andere Route – entlang an der russischen Grenze über Joensuu und Kuovala.

Zurück in Leppävaara wartete Maxime mit einem französischen Gericht und Mousse au chocolat auf uns.

Fotos wie immer hier
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T
I don`t care about colours, you know. It just distracts from essential things in life. *joke*<br /> Doesn`t matter which colour covers you, nethertheless, I will enjoy looking at you!
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L
Maxime: I will add your blog to my link-list, ok? Your french dinner yesterday was really delicious! "Backen" was the right verb! :-)<br /> Teichi: Darling, your eyes didn't cheat you. Winter here might be quite white sometimes, so I decided to buy some more colourful stuff, since my jacket is already white. Don't you like it?
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T
mmhhhh...sorry...I forgot something: Since when do you like pink gear - or did I looked wrong on your cap color once again!? ;-)
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T
Hi Babe,<br /> in order to internationalize your blog I comment in english. Gorgeous pictures! Some I have already loaded down while having seminar the last days. Hope to see and hear you soon...
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M
If I remember well my german courses :<br /> der name diesen französichen "thing" war tofailles, und ich möchte 'backen'(not sure of the verb) eines anders französiches spezialtität, vielleicht für nächtes sonntag! (hope you will understand)!
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